Tumortherapien
Es gibt heute mehrere Möglichkeiten, entartetes
Gewebe zu zerstören. Etabliert sind Operation, Bestrahlung und
Chemotherapie.
Neuere Verfahren sind Hyperthermie, Laser, Kältechirurgie und BET
(Bio-Elektro-Therapie), auch ECT (Electro Cancer Therapy ECT-Tumortherapie),
PET (Perkutane Elektro-Tumortherapie), Elektrochemische Therapie (electrochemical
therapy EChT ),oder
Galvanotherapie genannt. ect-tumortherapie
Electrotherapy, also known as
electrochemical tumor therapy, Galvano Therapie and electro-cancer
treatment (ECT), was developed in Europe by the Swedish professor Björn
Nordenström and the Austrian doctor Rudolf Pekar.
BET/ECT
(Bio-Elektro-Therapie / ECT - Tumortherapie)
Bei
der BET/ECT
werden, die Tumorzellen nicht operativ, sondern nicht - invasiv mittels
Gleichstrom abgetötet. Stark vereinfacht ausgedrückt, funktioniert die
Tumorbekämpfung per elektrischem Strom folgendermaßen: legt man an einen
Tumor mittels zweier Elektroden einen Strom an, so fließt dieser (nach
dem Prinzip des geringsten Widerstands) eher durch die Tumorzellen als
durch das gesunde Gewebe. So wandern positiv geladene Ionen wie H+ und Na+
zur Kathode und negativ geladene Ionen wie Cl- zur Anode. Durch diese
Depolarisation entsteht innerhalb der Krebszelle Salzsäure, welche die
Zellmembran zerstört. Werden Stromstärke und -Spannung entsprechend hoch
gewählt (maximal 35V/75mA), so ergeben sich dadurch in den betroffenen
Zellen pH-Werte, die weit außerhalb des physiologischen Bereichs liegen.
Bereits
in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden Tumore mit Strom
behandelt. Diese Methode wurde ursprünglich als Galvanotherapie
bezeichnet. Die anfänglichen Erfolge gerieten jedoch durch den Einsatz
von Strahlen- und Chemotherapie in Vergessenheit. Neben dem schwedischen
Professor Nordenström (Radiologe und 1985 Vorsitzender des
Nobel-Preis-Komitee für Medizin) und Prof. Yu Ling Xin in Peking war es
hauptsächlich Dr. med. Rudolf Pekar aus Bad Ischl (Österreich), der
diese Methode wieder aufgriff und in jahrzehntelanger eigener Forschung
und Praxis daraus die Bio-Elektrotherapie (BET) entwickelte und hierüber
eine ausführliche Dokumentation verfasste.
Die
ECT-Therapie ist nicht zu verwechseln mit der Reizstromtherapie!
Von der herkömmlichen Reizstromgeräten ist strikt abzuraten, da die
Behandlungswerte dieser Reizstromtherapieanlagen oftmals nur ein
Zehntel der notwendigen Leistung abgeben können, oder nur gepulste
Spannungen abgeben, was den Tumorwachstum anregen kann.
Auch erfolgt keine Überwachung und Dokumentation der relevanten Werte
wodurch ein Therapieerfolg stark gefährdet ist.
Prinzip
der BET einfach erklärt:
Mittels
exakter Elektrodenplazierung wird der Strom durch den Tumor
selbstfokussierend hindurch geleitet. Durch den im Vergleich zu gesundem
Gewebe bis zu zehnfach geringeren elektrischen Widerstand eines Tumors
fokussiert sich der Strom im Tumor und depolarisiert diesen. Die
notwendige Behandlungsspannung wird so gering dosiert, dass sie im
gesunden Gewebe keinen wirksamen (schädlichen) Strom zulässt. Während
in früheren Zeiten mit Hilfe von Batterien oder einfachen Netzgeräten
behandelt wurde, bieten die Therapiegeräte der neuesten Generation eine
computergestützte Bedienung, Verlaufskontrolle und
Behandlungsdokumentation.
Auch
auf dem Gebiet der Elektroden wurden große Fortschritte erzielt, so dass
heute viele Tumorarten mit Flachelektroden behandelt werden können - also
ambulant therapiert werden.
Prostata-,
Lungen-, Leber-, sowie Magenkarzinome und Metastasen sind ebenso wie alle
übrigen Tumore im Abdominalbereich mittels Flachelektroden schonend zu
behandeln. Die besten Erfolge werden bei Hautkarzinomen, wie Basaliomen,
Spinaliomen, benignen und malignen Melanomen und Hautmetastasen
erzielt.
Die
Galvanotherapie/ ECT-Tumortherapie auch ECT oder BET genannt, findet in
China seit Jahren breite Anwendung. In Deutschland findet diese schonende
Behandlungsmethode erst in jüngster Zeit größere Beachtung.
Tumore
und Metastasen an kritischen Körperarealen wie Herz und Augen können mit
dieser Methode nicht behandelt werden. Ebenso wenig Hirn- und
Knochentumore sowie Tumore im Harnbereich, da der Strom nur um die Knochen
herum und nicht durch sie hindurchfließt bzw. im Falle einer Harnwege-
oder Nierenbehandlung der Strom über den Urin abgeleitet wird.
Das
Resultat der Tumorbehandlung mit Gleichstrom:
Das Tumorgewebe wird zerstört, ohne daß umliegende gesunde Körperzellen
in Mitleidenschaft gezogen werden. Das solchermaßen steril abgestorbene
Gewebe (man spricht hier, wie auch bei Hochspannungsverletzungen, von
einer „aseptischen Nekrose") löst sich in den folgenden Wochen
langsam vom gesunden Gewebe ab und wird entweder abgestoßen (bei an der
Oberfläche liegenden Tumoren) oder von körpereigenen Fresszellen
(Phagozyten) verstoffwechselt. Seit einiger Zeit nun verwendet man nicht
nur Nadelelektroden, sondern zur Behandlung von inneren Organen auch
Flachelektroden, die z.B. auf Bauch und Rücken aufgelegt werden können.
Die
zwischen den Elektroden beim galvanischen Strom entstehende Spannung führt
zu einer fast selektiven Destruktion von Tumorgewebe. Sie stellt eine neue
Möglichkeit dar, auf schonende und alternative Weise Tumorgewebe zu zerstören.
Der
Gleichstrom, der zwischen zwei oder mehreren Elektroden fließt, führt zu
einer Gewebezerstörung mittels Elektrolyse. Durch die Ionenwanderung
kommt es zu einer erheblichen pH-Verschiebung im Gewebe. Es entsteht an
der Anode ein saurer pH oder eine Acidose, an der Kathode ein alkalischer
pH oder Alkalose.
Die
erreichten pH-Werte liegen weit außerhalb des physiologischen Bereiches
und sind somit gewebeschädigend. Der Gleichstrom führt ebenfalls zu
einer Änderung der Membran - potentiale durch Veränderung des
Elektrolytmilieus rund um die Zelle und in der Zelle. Hierdurch werden
wichtige physiologische Funktionen, wie z.B. die Natrium-Kalium-Pumpe aufs
Empfindlichste gestört. Im elektrischen Feld dissoziieren diverse Salze
in Kationen und Anionen, so daß die Homöostase der Zelle aufgehoben
wird. Im Gewebe kommt es an der Kathode zu einer Gefäßerweiterung, an
der Anode zu einer Austrocknung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung.
Dadurch wird Tumorgewebe devitalisiert. Die elektrische Devitalisierung
ist keine übliche elektrische Verletzung. Sie ist fast immer schmerzfrei
und sie stört nicht das Allgemeinbefinden. Eine Abstoßung der elektrisch
induzierten Nekrose findet erst nach Wochen statt. Die Substanzverluste
entsprechen größenmäßig der ursprünglichen Ausbreitung des
Tumorgewebes.
Die
BET/ECT-Behandlung ist geeignet für oberflächliche und auch tiefer
gelegene solide Tumoren oder Metastasen. Je nach Größe des Tumors
sind unterschiedlich viele Elektroden erforderlich. Die Stromübertragung
in das Gewebe erfolgt durch Platinelektroden. Die Therapie kann meist in
Lokalanästhesie durchgeführt werden, da durch den niedrigen Gleichstrom
Schmerzrezeptoren depolarisiert werden und durch die auftretenden Säuren
und Laugen die Leitfähigkeit der sensiblen Nerven gelähmt wird.
Mit
der BET/ECT wird auch ein aktiv spezifisches Immunphänomen ausgelöst,
denn durch den galvanischen Strom werden Tumorantigene frei und den durch
den Strom angelockten Immunzellen präsentiert. Durch die Gewebszerstörung
werden Zytokine freigesetzt, was zu einer erhöhten Erkennung von
Tumorantigenen führt und die spezifischen Immunleistungen des Tumorträgers
fördert. Bei tiefer gelegenen Tumoren werden die Elektroden unter
Sichtkontrolle mittels Ultraschall eingesetzt. Die BET/ECT kann zusätzlich
mit anionischen Zytostatika wie Adriblastin, Epirubicin, Cisplatin,
Mitomycin kombiniert werden. Diese werden an der Anode infiltriert. Die
BET/ECT lässt sich kombinieren mit Chemotherapie, Bestrahlung,
Hyperthermie, Immun- und anderen biologischen Therapien.
Durch die Pionierarbeit
von Dr. Rudolf Pekar aus Bad Ischl, der seit Anfang der siebziger Jahre
die Methodik der Galvano-Methode verfeinerte und durch die Veröffentlichung
seiner Erfahrungen, sowie schwedische, österreichische und
US-amerikanische Forschungsarbeiten ist man heute in der Lage, eine
Tumortherapie mit galvanischen Strömen erfolgreich durchzuführen.
Zur
Zeit wird die Electro-Cancer-Therapy in Deutschland, Österreich, Dänemark,
Italien und China mit Erfolg angewendet. Deutliche Erfolge zeichnen sich
hier bereits ab. Hervorzuheben ist, daß bei der perkutanen
Elektro-Tumortherapie die Gefahr der Metastasenneubildung praktisch
ausgeschlossen werden kann, da einer solchen präventiv entgegengewirkt
wird. Es handelt sich hier um komplexe elektrische Abläufe im
Stoffwechsel des Organismus, bzw. der Zellen, mit starker Wirkung auf
bioelektrische Felder.
Links
zur Tumortherapie:
http://www.mweisser.50g.com/ect.htm
www.praxis-kondritz.de
www.naturmednet.de
http://www.vhd-heilpraktiker.de/naturheilkunde/ect.htm
http://naturmednet.de/krebs/tumor.ect.html
http://www.notiz.ch/wissenschaft-unzensiert/medizin/2001/januar/brustkrebs.htm
http://www.dr-baltin.de
http://www.heilpraktiker-seifermann.de
Folgende
Suchmaschinen und Internetseiten verweisen auf diese Internetseite bzw.
enthalten weiterführende Informationen über die ECT-Tumortherapie
oder Bio-Elektro-Therapie >>>
Literatur zur tumortherapie:
„Die perkutane
Bio-Elektrotherapie bei Tumoren“
Dr. med. Rudolf Pekar (Verlag Wilhelm Maudrich), ISBN 3-85175-777-7
Björn E. W. Nordenström "Biologically closed Electric Circuits",
Nordic Medical Publications, Stockholm, Schweden
(
mehr Literatur )
Folgende Verbände befürworten die Tumortherapie mit
Gleichstrom:
Verband deutscher Heilpraktiker e.V., Präsident: Ekkehard S. Scharnick ( www.heilpraktiker-vdh.de
)
Verband der Heilpraktiker Deutschlands e.V. ( www.vhd-heilpraktiker.de
)
UBK (Union für biologische Krebstherapie e.V.), Präsidentin: Hannelore
Schäfer ( www.krebstherapeuten.de
)
Ozontherapeutischer Arbeitskreis e.V., Vorsitzender Andreas A.Filz ( www.bio-therapie.com
)
Heilpraktiker-Fachverband Rheinland-Pfalz eV,
-tumortherapie
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